2 Tipps, wie du mit Licht mehr aus deinen Fotos herausholen kannst

Das Licht dir hilft, um aus Fotos mehr herauszuholen, ist sicherlich keine große Neuigkeit. Schließlich haben wir alle schon einmal Bilder von Shootings in Studios gesehen, bei denen die Models mit Licht von mehreren Seiten perfekt ausgeleuchtet werden. Und zugegeben, bei Portraits ist Licht ein super wichtiges Element. 

Was aber nun, wenn du in deinem Alltag Bilder machen willst, die du für deine Online-Kommunikation einsetzen möchtest? Da kannst du in der Regel ja nicht auf ein Studio-Setup zurückgreifen mit viel und vor allem gezielt steuerbarem Licht. 

Ich möchte dir heute zwei Tipps geben, wie du auch im Alltag mit kleinen Effekten viel erzielen kannst. Sowohl draussen mit dem Licht, was dir ohne Zusatz zur Verfügung steht als auch drinnen mit kleinen Hilfsmitteln. 

Los geht’s!

2 Tipps zum gezielten Einsatz von Licht auf deinen Fotos

TIPP 1: Schau vor dem Fotografieren, wie das Licht steht und von wo es wie fällt – nutze es für dich!

Keine Sorge, das wird jetzt nicht wissenschaftlich und du musst nicht lernen, was du wann und wie genau mit Licht für spektakuläre Wirkung erzielen kannst. 

Der aller-aller-einfachste Tipp, den ich dir geben mag, ist: 

  • Bevor du auf den Auslöser deiner Kamera oder deines Smartphones drückst, überprüfe, ob die Perspektive, aus der du das Motiv siehst, wirklich optimal ist und du das beste Licht mitnimmst. 

Klingt simpel, oder? Ich bin trotzdem sicher, dass du es nicht jedesmal machst. Sondern oft oder sogar meistens einfach genau aus der Perspektive fotografierst, aus der du das Motiv wahrnimmst. Stimmt’s? 

Unten siehst du ein Beispiel aus meinem Alltag. Mein Sohn und ich sind durch einen unfassbar schönen Wald irgendwo in der Brandenburger Pampa spaziert und ich wollte den Moment für uns festhalten. Das hatte erst einmal überhaupt nichts mit einem Business-Post zu tun, denn es ging mir mehr um die Erinnerung für uns. Ziel war hier also gar nicht, ein aufmerksamkeitsstarkes Motiv zum Posten zu bekommen, sondern einfach ein schönes Erinnerungsfoto. 

Für ein rein privates Bild mag das ausreichen, denn DU als diejenige, die in dieser Situation warst, hast viel mehr vor deinem inneren Auge als der außenstehende Betrachter. Du hast immer die gesamte Situation im Kopf, also all das, was du emotional in diesem Moment mit dem Bild verbindest. Und dann kann auch ein Bild wie das unten links okay sein. 

Warum ist das so? Ganz einfach:  Du nimmst das Bild emotional wahr und siehst daher mehr, als auf dem Bild drauf ist. Du fühlst die Situation. Und blendest Dinge aus oder nimmst sie selektiv wahr, einfach weil du in der Situation warst. Für das Bild unten heißt das: ich weiß, wie sonnig derTag war und schön das Wetter – viel schöner also, als dieses Bild es transportiert! 

Der neutrale Betrachter teil diesen emotionalen Moment nicht. Er sieht ein Foto. Und das ist entweder gut oder schlecht. Spannend oder langweilig. Und genau deshalb ist es wichtig, dass du bei Fotos für Social Media Posts einmal mit der Brille eines Außenstehenden schaust

  • Ist das Bild für jemanden der nichts von der Situation und vom Drumherum weiß, genauso aussagekräftig, wie es das für dich ist? 
  • Oder ist es ohne dein Zusatz-Wissen nur ein superlangweiliges Foto?

BILD 1: Dieses Foto ist in Laufrichtung entstanden. Ein wunderschöner Waldweg, der in diesem Moment für mich in der entsprechenden Situation schöner nicht hätte sein können. Das lässt sich auf dem Bild nur leider gar nicht transportieren. Und genau aus diesem Grund hilft ein Wechsel der Perspektive. 
BILD 2: Ich habe mich an der Stelle, an der Bild 1 entstanden ist, um genau 180° gedreht. Und siehe da – mit diesem viel, viel schöneren Licht ist nicht nur das Bild insgesamt schöner. Sondern – und das ist gerade im Kontext mit einem Business-Post wichtig – es gelingt, auch den neutralen Betrachter emotional in die Situation zu holen. In diesem Fall gibt dir das Foto sofort eine Portion Entspannung und Entschleunigung. Ohne, dass ich etwas dazu erzähle. 

Weiter unten im Artikel zeige ich dir einen Tipp, wie du aus beiden Bildern mit wenigen Handgriffen noch mehr herausholen kannst – denn leider ist es nicht immer so, dass Licht in der Natur dir solche Unterschiede zeigt, wenn du dich einfach nur umdrehst. Und dann hilft es, wenn du weißt, WIE du auch aus einem mittelmäßigen Bild noch so viel herausholen kannst, dass du auch damit den Betrachter zu dir holst und deine Geschichte erzählen kannst.

Jetzt aber erstmal weiter mit dem zweiten TIPP.

TIPP 2: Nimm dir ein extra Licht zur Hilfe, um mehr Kraft in deine Bilder zu bekommen.

Nicht immer wirst du einfach die Perspektive wechseln können, um deine Motive in schönerem Licht zu inszenieren. Gerade, wenn du vielleicht in deiner Wohnung oder deinem Büro etwas fotografieren möchtest. Manchmal wird ein Bild nur aus einer bestimmten Position genau so, wie du es haben möchtest. Und nicht immer kannst du große Lichtquellen genau dorthin stellen, wo du mehr Licht brauchst. 

An dieser Stelle mag ich dir ein kleines Ringlicht empfehlen. Mit einem solchen Mini-Tool kannst du gerade kleinere Dinge toll ausleuchten und ihnen so etwas mehr Kraft verleihen. Ich zeige dir dies anhand einer Erdbeere, die ich auf meinem Couchtisch platziert habe. Auf dem ersten Bild habe ich sie mit dem Licht fotografiert, das mein Wohnzimmer mir im Tageslicht angeboten hat. Das Foto habe ich mit einem iPhone 12 Max gemacht.

Ein Okay-Foto, aber gerade im Hinblick auf einen „catchy moment“ nicht unbedingt etwas, was dich in einem Social Media Newsfeed dazu bewegen würde, zu stoppen. Und zu lesen, was ich dir zu erzählen habe… 

Ich kann es nicht oft genug wiederholen: In einem Social Media Kanal hast du nur sehr wenig Zeit, um auf dich aufmerksam zu machen. Nur in etwa 2 Sekunden. Dein Bild ist an dieser Stelle der Türöffner für dich. Entweder dein Gegenüber bleibt hängen, weil das Bild ihn stoppt – oder du hast eine Chance vergeben, etwas von dir und/oder deinem Business zu erzählen. 

Und mit etwas Licht sieht selbst so eine Erdbeere gleich viel plastischer und kraftvoller aus. 

  • Setze Licht aktiv ein, um deinem Motiv mehr Tiefe und Ausdruck zu verleihen. 

Auf dem zweiten Bild habe ich nämlich nichts anderes gemacht, als ein kleines Ringlicht auf mein iPhone zu klemmen und dann das Foto zu machen. Das Bild ist nicht bearbeitet. Es hat einfach nur mehr Licht an den richtigen Stellen, die dem Bild Tiefe geben. 

Das dritte Bild hat noch etwas mehr Kraft – hier habe ich mit meiner Lieblings-App Darkroom direkt auf dem iPhone noch etwas mehr aus dem Foto herausgeholt. Das geht mit etwas Übung in weniger als einer Minute und unterstützt dich zusätzlich, wenn du in überfüllten Social Media Kanälen gesehen werden willst. Und es geht dabei nicht darum, ein Bild künstlich stark zu verändern, sondern einfach darum, die Aspekte, die schon Kraft haben, noch etwas mehr zu betonen.

Bild 1: Eine Erdbeere auf meinem Couchtisch. Mit dem vorhandenen Tageslicht fotografiert.
Bild 2: Dieselbe Erdbeere mit einem Mini-Ringlicht aktiv beleuchtet. 
Bild 3: Auf diesem Bild habe ich die Erdbeere mit wenigen Handgriffen am iPhone noch etwas bearbeitet, um noch etwas mehr Ausdruck ins Motiv zu bringen. Dies ist auch die Version, die du als Titelbild des Artikels siehst.

Auf diesem Bild siehst du das Ringlicht in Originalgröße. Absolut geeignet selbst für eine Handtasche. 

Auch toll einsetzen kannst du ein solches Mini-Ringlicht übrigens draussen, wenn das Licht ziemlich flau ist. An einem bewölkten Tag, an dem das Licht eher flach ist, lassen sie mit etwas Extra-Licht tolle Effekte zaubern. 

Die untenstehende Rose  habe ich an einem bewölkten Nachmittag fotografiert. Kein besonderes Motiv, aber ich denke, man erkennt, was selbst mit diesem minimalen Aufwand möglich ist.

Bild 1: Rose bei bewölktem Licht
Bild 2: Dieselbe Rose bei Bewölkung mit einem Mini-Ringlicht aktiv beleuchtet. 
Bild 3: Auf diesem Bild habe ich die Rose mit wenigen Handgriffen am iPhone noch etwas bearbeitet, um noch etwas mehr Ausdruck ins Motiv zu bringen. Es ist keine große Änderung – der Hintergrund erhält etwas mehr Tiefe und die Rose kommt noch etwas kraftvoller zum Vorschein.

So ein Ringlicht passt in jede Handtasche und du bekommst so etwas schon für ca. 10€. Google dazu einfach nach „Mini-Ringlicht“. Ich habe meines bei Amazon bestellt, es ist von der Firma Atumtek und ich bin damit superzufrieden.

Du klemmst es einfach auf dein Smartphone. Für ein Motiv, wie die Erdbeere so, dass das Licht dein Objekt anstrahlt. Und für ein Selfie, bei dem du dein Gesicht besser ausleuchten willst, genau andersherum. Denn natürlich kannst du damit auch deine Selfies unterwegs ein bisschen besser ausleuchten. Klar – das ersetzt keine große Beleuchtung. Aber wenn es bewölkt ist und die Lichtverhältnisse eher flach, bekommst du etwas mehr Leuchten in dein Gesicht. Und wenn die Sonne stark scheint, kann ein kleines Licht dir unschöne Schatten aus dem Gesicht entfernen. 

Ich habe mein Ringlicht fast immer dabei und es hat mir in vielen Situationen schon gute Dienste geleistet.

 

EXTRA-TIPP: Mit etwas Bild-Bearbeitung holst du auch bei schlechtem Licht noch etwas aus deinen Bildern heraus.

Okay, diese beiden Tipps werden dir in vielen Situationen helfen. Es wird aber immer mal wieder Situationen geben, in denen das Licht insgesamt flau ist. In der von keiner Seite wirklich Sonne auf die Situation scheint, die du festhalten willst und in der dir auch ein Mini-Ringlicht draussen nicht hilft. Oder in der dein Innenraum so suboptimal beleuchtet ist, dass diese kleine Lichtquelle nicht ausreicht.

Was also dann tun? 

Auch und gerade hier ist mein Tipp an dich, deine Bilder etwas zu bearbeiten. 

  • Bearbeite deine Bilder in Maßen mit einer entsprechenden App und optimiere sie so. 

Meist kannst du auch aus einem Bild mit schlechtem Ausgangslicht noch etwas machen. Bei dem Bild aus dem Wald, das ich dir am Anfang gezeigt habe, habe ich genau das gemacht. 

Ich habe hier mit der App Darkroom das Bild zunächst etwas aufgehellt, dem Boden etwas mehr Grün und dem Holz etwas mehr Farbkraft verpasst und den Himmel ein klitzekleines bisschen optimiert. Das kommt natürlich lang nicht an das Bild heran, in dem das Sonnenlicht den Waldweg und die Bäume anstrahlen, aber du bekommst zumindest etwas mehr das Gefühl eines lichten Waldes. 

Natürlich kannst du auch aus Fotos, die an sich schon gut ausgeleuchtet sind, noch etwas mehr machen. Du bekommst so immer noch ein bisschen mehr Kraft ins Bild – siehe auch das Beispiel des Waldes mit Sonnenlicht. Dabei geht es mir nicht darum, künstlich zu verändern, sondern immer nur darum, die Stärken des Bildes noch ein bisschen mehr hervorzuheben

Wie findest du es? Lass mich das doch mal wissen. 

Bild 1: Der Waldweg bei mäßigem Licht, unbearbeitet
Bild 2: Der Waldweg bei mäßigem Licht, etwas optimiert und aufgehellt
Bild 3: Der Waldweg bei strahlendem Licht, unbearbeitet
Bild 4: Der Waldweg bei strahlendem Licht, etwas optimiert und in den Tiefen, Kontrasten und Farben mit mehr Kraft

➡️ Falls du jetzt denkst „Da würde ich gern mehr wissen und lernen, wie das alles geht“ – dann möchte ich dich herzlich in meinen 3-teiligen LIVE-Workshop zum Thema Storytelling mit Bildern einladen. Im Workshop zeige ich dir, wie du aus Alltagsthemen spannende Stories für dein Business machst und diese easy mit den passenden Bildern zusammenbringst. Damit deine Posts sich stimmig anfühlen und dir wirklich dabei helfen, dein Angebot zu verkaufen. 

Es wird im Workshop noch um einiges mehr gehen, als nur darum, wie du Licht in deine Bilder bekommst. Denn wenn du noch gar nicht wirklich ein Gefühl dafür hast, wie du selbst mit so simplen Motiven, wie ich sie dir hier zeige, die richtigen Geschichten in deinen Social Media Kanälen erzählen kannst, ist die Frage nach dem Licht für dein Bild ja noch gar nicht als erstes dran.

Wir fangen im Workshop also etwas weiter vorn an: 

  • Wie gelingt es dir, mit Alltagsmotiven genau die kleinen Stories in deinen Social Media Kanälen zu erzählen, die dir helfen, dein Angebot zu verkaufen? 
  • Und wie klappt es dann, mit wenigen Handgriffen, genau solche simplen und gleichzeitig aufmerksamkeitsstarken Bilder zu fotografieren, die deine Story unterstreichen? 

Klingt gut? Dann sei dabei vom 06.–08. September. In drei Live-Sessions kümmern wir uns genau um diese Themen. Damit deine Bilder als Türöffner wirklich für dich arbeiten können. 

Schau doch einmal hier: LIVE Workshop Storytelling mit Bildern – dort findest du alle Informationen gebündelt.

 

 

Hi. Ich bin Kerstin.

Erfahrene Markenexpertin, leidenschaftliche Bilder-Geschichten-Erzählerin und absoluter Augenmensch.

Ich helfe dir dabei, die „richtigen“ Stories für deine Social Media Kanäle zu finden und die passenden Bilder dazu einzusetzen. Wenn du weißt, auf was du achten musst, ist es einfacher als du denkst, genau die Bilder selbst zu fotografieren, die deine Botschaften wirklich unterstreichen –  mit dem Smartphpone, „on-the-go“ – und dazu die Stories zu schreiben, die eine emotionale Verbindung zu deinem Gegenüber herstellen.

Im Rahmen deiner Online-Kommunikation stehe ich dir als Coach zur Verfügung und bringe sie mit dir auf Erfolgskurs. Als Fotografin bin ich für dich da, wenn du Bilder von dir brauchst.

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