Das Leben fotografieren wie es ist....

Details wahrnehmen und Geschichten erzählen mit Bildern. 

Das mache ich seit über 25 Jahren und ich liebe es! 

Kennst du das, wenn du eine Leidenschaft tief in dir hast, aber dich nicht wirklich traust, ihr zu folgen? Weil Unsicherheiten und/oder falsche Glaubenssätze dich davon abhalten? Mir ging es lange so und ich bin dem, was ich wirklich liebe, nicht gefolgt.

Ich bin Augenmensch und Bildergeschichtenerzählerin. Nehme selbst kleinste Details wahr und halte sie fest. Als wichtigen Bestandteil von dem, was das Leben erzählt. 

Angefangen habe ich mit dem Fotografieren während eines Praktikums in New York. Damals habe ich mit einer kleinen 35 mm-Kamera das Streetlife um mich herum fotografiert, um meine Zeit dort visuell festzuhalten. Zwei Jahre später tat ich dasselbe in Buenos Aires. Dort hatte ich das erste Mal das Gefühl, dass die Kamera nicht in der Lage ist, das zu transportieren, was ich vor meinem inneren Auge sehe. Zurück in Berlin habe ich meinen Vater gebeten, mir seine – damals noch analoge – Spiegelreflexkamera zu erklären und bin damit durch die Stadt gezogen. Streetlife in Kreuzberg und rund um den Potsdamer Platz, wo sich damals alle paar Monate die Straßenführung geändert hat, weil so viel gebaut wurde. Die s/w-Filme habe ich in einem professionellen Labor entwickeln lassen und von den Fotografen dort die Rückmeldung bekommen, dass ich Talent habe und unbedingt etwas daraus machen sollte.

 Ich habe gespürt, wie mein Herz schneller geschlagen hat bei dem Gedanken, der Fotografie mehr Raum zu geben.

Aber getraut, zu dem Zeitpunkt komplett auf die Fotografie zu setzen, habe ich mich nicht. Ich steckte mitten in den Endzügen meiner Diplomarbeit und hatte irgendwie das Gefühl, doch jetzt nicht umschwenken und nochmal von vorn anfangen zu können. Meine Eltern haben mich durch zwei Studiengänge finanziert und ich war die erste aus meiner Familie, die überhaupt je studiert hat. Da konnte ich sie doch jetzt nicht enttäuschen und nochmal von vorn anfangen…? 

Ich hab mir also gesagt, dass Werbung auch kreativ ist und den Gedanken beiseite geschoben, eigentlich viel lieber als Fotografin arbeiten zu wollen. Irgendwie war es ja auch cool, in namhaften Agenturen für große Marken zu arbeiten und erfolgreiche Kampagnen zu produzieren. Glücklich gemacht hat es mich trotzdem nicht. Glücklich war ich immer nur dann, wenn ich Fotografie-Projekte umgesetzt habe. Erst als Hobby, später als zweites Standbein. 

In meinem „eigentlichen Beruf“ als Beraterin und Projektleiterin in Agenturen bin ich stattdessen 2x in eine Erschöpfung gelaufen. Ich war der Meinung, immer noch mehr und noch mehr und noch mehr geben zu müssen, … um einem bestimmten Weg, irgendeiner dämlichen Karriereleiter zu folgen. Und weil ich irgendwie auch dachte, mich nur wirklich existentiell sicher in einem Beruf bewegen zu können, den ich studiert und „richtig“ gelernt habe. Deshalb habe ich auch nie hinterfragt, ob das, was ich da mache, das Richtige für mich ist.

Was für ein blöder Mindfuck! 

Insgesamt habe ich mit diesem Verständnis über 20 Jahre in Werbeagenturen verbracht, sowohl festangestellt als auch als Freelancer. In großen Networks und in Kreativ-Agenturen, … auf spannenden Marken, zu denen ich einen Bezug hatte und auf Marken, mit denen ich überhaupt nichts anfangen konnte. Diese erste Hälfte meines Berufslebens hat mich enorm geschult und mir zu einem prall gefüllten Werkzeugkasten in punkto Marken, Positionierung, Zielgruppen und Kommunikationsstrategien verholfen. 

Ohne all dieses Wissen könnte ich das, was mich jetzt in der zweiten Hälfte meines Berufslebens begleiten darf, nicht tun: Unternehmerinnen dabei helfen, ihre ganz eigene Bildsprache zu entwickeln, die nicht einfach ausgedacht und „geschmäcklerisch“ – sondern auf einem Fundament aus solider Markenarbeit aufgebaut ist. Mit der sie mit Klarheit nach draußen gehen, sich in ihrer Visualität sicher fühlen und sichtbar werden können.

…Sprung nach vorne. 

2020 war das Jahr, in dem ich mich endlich getraut habe, auf mein Herz zu hören, mutig zu sein und meiner Leidenschaft zu folgen! Das zweite Burnout während einer erneuten Festanstellung in einer Agentur hat mich wachgerüttelt und mir deutlich gezeigt, dass ich so NICHT MEHR weiter arbeiten kann und will. Ganz egal, wie stark der Druck ist, als getrennt-erziehende Mama das Einkommen für Zwei in Teilzeit erwirtschaften zu müssen. Dieser Druck hat bei all den Schritten der letzten Jahre durchaus auch eine Rolle gespielt und mich begleitet. Eine intensive Reise zu mir selbst hat mir geholfen, endlich den Kern dessen freizulegen, was mich wirklich zum Strahlen bringt und mich viel Ballast abwerfen lassen. Hat mir gezeigt, was ich nicht nur liebe, sondern auch gut kann. (Wenn du mehr über diesen Weg lesen magst, kannst du das hier tun – in meinem Jahresrückblick habe ich darüber geschrieben.)

Und weil ich verdammt froh darüber bin, endlich – aus dem Innen heraus – zu strahlen, möchte ich mit meiner Arbeit Frauen, die selbstbestimmt ihren Weg gehen, dabei begleiten, auf ihre Art ebenso zu strahlen. Ich unterstütze sie darin, sichtbarer zu werden. Weil Erfolg und Sichtbarkeit aneinander gekoppelt sind. Denn was nützt es dir, wenn du gut bist, in dem, was du tust, aber es nimmt niemand wirklich wahr? 

Erzähl mal, wie steht es um deine Sichtbarkeit? Fühlst du dich damit wohl?

Falls dieses Thema eines ist, das bei dir noch ein leichtes Zähneknirschen hervorruft, lass uns miteinander sprechen und wir schauen gemeinsam, ob oder wie ich dich beim Sichtbar-Werden unterstützen kann. 

Übrigens: SICHTBARKEIT ist bei mir schon ziemlich lange tief verankert. Mit 15 habe ich mir die Haare Purpur gefärbt. Bunt und auffällig… visuell herausstechen und so in Erinnerung bleiben… das war irgendwie immer da. Heute sind auffällige Sneakers, ausgefallene Boots und auch ansonsten durchaus bunte Kleidung und Schmuck, die äußeren Merkmale, an denen man mich erkennt. 

Was ist typisch für dich?