Bildsprache – Was ist das eigentlich und wofür brauche ich die?

Der Begriff „Bildsprache“ begegnet einem in letzter Zeit immer häufiger… und vielleicht hast du auch schon das ein oder andere Mal etwas darüber zu hören bekommen, dass dir eine klare Bildsprache hilft, wenn du wirklich sichtbar werden willst. 

Fragst du dich dann manchmal, wozu du die denn jetzt auch noch brauchst … und vor allem: wie du sie bekommst? Oder… was das eigentlich ist, eine gute Bildsprache?

Visuelle Klarheit und Wiedererkennbarkeit werden immer wichtiger.


Gerade in der aktuellen Zeit, in der wir uns immer mehr online bewegen und sich immer mehr Menschen in diversen Online-Kanälen tummeln. Privat, aber eben auch in einem beruflichen Kontext. Allein dieser Umstand liefert ganz direkt zwei Gründe, warum eine ausdrucksstarke Bildsprache wichtig ist. 

Als allererstes: Weil mehr Leute mit mehr Frequenz online unterwegs sind, wird die Wahrscheinlichkeit kleiner, dass deine Posts überhaupt gesehen werden. Der Informations-Overload wächst und wächst und wächst… und unsere Aufmerksamkeitsspanne bzw. Aufnahmefähigkeit wird gleichzeitig immer kürzer. Inzwischen ist unsere Aufmerksamkeitsspanne angeblich sogar schon kürzer als die eines Goldfisches. Und der schafft immerhin 9 Sekunden. Wir Menschen nur noch 8 oder weniger…. 

Das behauptet ein viel zitierter Mythos im Marketing, von dem keiner so genau weiß, ob er wirklich stimmt… aber das ist auch eigentlich egal. Die Botschaft ist klar: Wir Menschen sind bei dem ganzen Informations-Overload von so vielen Dingen, die gleichzeitig über uns herein prasseln einfach nicht mehr in der Lage, alles davon wahrzunehmen. Und da macht das menschliche Gehirn es sich erstmal einfach. Und selektiert. Schmeißt raus, was nicht sofort wirklich ins Auge sticht oder relevant erscheint.

Was meinst du, wird da wohl als erstes vom Gehirn aussortiert? Also quasi in der Wahrnehmung direkt eliminiert? Lass uns das einfach mal nur auf Social Media Kanäle übertragen für den Moment. Da werden es mit großer Wahrscheinlichkeit als erstes reine Texte sein, die rausfliegen. Hier greift nämlich direkt der erste Mechanismus vom Gehirn.  Das allererste, was Menschen online wahrnehmen, sind Bilder. Weil Menschen einfach visuelle Wesen sind. Das ist im Gehirn so verankert. Bilder werden ca. 60.000 mal schneller vom Gehirn wahrgenommen als Text.

WHAT? Wieviel???
Ja. Wirklich. 60.000x schneller!!

In beiden Posts erzähle ich dir ein und dasselbe. Welchen der beiden Posts wirst du wohl eher wahrnehmen? Und bei welchem hast du das Gefühl, etwas mehr über mich zu erfahren? Darüber wie oder wer ich bin? 

Schon Höhlenmenschen haben Bilder in die Wände der Höhlen geritzt, lange bevor Buchstaben und Schrift erfunden wurden. Das Gehirn greift also durchaus noch auf solche uralten – und viel einfacher dechiffrierbaren – Mechanismen zurück.

Gut, auf Instagram gehen eh nur Bilder (Videos und Reels lasse ich hier der Einfachheit halber mal raus) oder zumindest mehr oder weniger gut gestaltete Text-Charts – auf Facebook und LindedIn (wenn wir uns einfach mal auf diese 3 Kanäle beschränken) gibt’s immer noch sehr viele Posts, die nur aus Text bestehen.

Aber: wenn jetzt alle Bilder posten… welche soll dein Gehirn dann wahrnehmen und welche aussortieren? 

 

Oha. Merkst du schon was? Wenn du in diesem ganzen Irrsinn bei deinem Social Media Post nicht wirklich drüber nachdenkst, was dein Bild für eines ist, …was meinst du, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass dein Post gesehen wird? Na? 

Okay, ich denke, spätestens jetzt dürfte klar sein, warum Bilder als solches wichtig sind, aber genauso wichtig ist, WAS es für Bilder sind, welche Kraft sie haben. 

Denn: Bilder die nicht wirklich spannend sind und deinem Gehirn irgendwie sagen „Halt, stopp“, werden das nächste sein, was aussortiert wird.

Bilder für deine Posts als Unternehmerin brauchen nicht zwingend immer etwas mit deinem beruflichen Feld zu tun haben.

Du kannst fast alles zeigen, was dir in den Sinn kommt. Wichtig ist, das du eine Verbindung herstellst. Eine Verbindung, die etwas über dich sagt und die im Idealfall eine Brücke zu dem schlägt, was dich auch als Person im Business ausmacht oder was zu einer business-relevanten Situation passt, über die du etwas erzählen möchtest.

Bilder mit einer Aussage und Ausdruck fallen uns auf!

 

Weil es inzwischen so einen Overload an Bildern gibt, werden nur die wirklich ausdrucksstarken wahrgenommen. Und die anderen – die nicht so kraftvollen, die 0815-Bilder fallen einfach mal direkt durch’s Raster. Okay gut, magst du jetzt vielleicht denken, dann suchst du dir eben ein paar schöne Stockbilder raus, die von professionellen Fotografen gemacht wurden. Die sind ja ausdrucksstark, da werden deine Wunschkunden dann schon hängenbleiben. 

Sorry, aber das klappt nicht. Denn auch, wenn sie als Solitär-Bild gut und ausdrucksstark sein können, sind die vollkommen austauschbar – was meinst du, wie oft ich dasselbe Bild aus den immer wieder gleichen Stock-Bibliotheken schon bei unterschiedlichen Personen gesehen habe? Außerdem haben sie einfach überhaupt nichts mit dir zu tun, sagen nichts über dich. Das Bild schafft keine Verbindung zu dir. Und damit schaffst du keine Verbindung zu deinem potentiellen Gegenüber. Da kann das Bild noch so kraftvoll  und toll fotografiert sein – solange es nichts mit dir zu tun hat, hilft es nicht, sich besser an dich und/oder dein Angebot zu erinnern.

Zeige etwas von dir! 

 

Persönlichkeit zu zeigen, eine Verbindung zu deinem Gegenüber herzustellen ist wichtig und wird einen immer größeren Stellenwert einnehmen, wenn du unterscheidbar sein willst an Stellen, wo dein faktisches Angebot nicht so große Unterschiede zu Frau X und Frau Y aufweist (Sei mal ehrlich, es gibt immer noch jemanden, der das Gleiche anbietet, wie du selbst. All das, was ich dir hier erzähle, wird an einer anderen Stelle jemand anderes auch machen). 

Und genau deswegen ist es so wichtig, nicht nur einmalig ein gutes Bild zu zeigen oder Stockfotos zu verwenden, sondern eine Bildsprache für dich zu entwickeln, die auf einem Fundament aufsetzt, das aus dir heraus entwickelt wird.

In dem Moment, in dem du etwas von dir zeigst, wirst du nahbar. Und greifbar für dein Gegenüber. Du zeigst dich – ohne dabei Privates von dir preisgeben zu müssen, wenn du das nicht möchtest. 

Du kannst Dinge erzählen, die etwas mit deinem Business zu tun haben… und die etwas über dich als Person, als Mensch erzählen. Denn am Ende kaufen deine KundInnen von dem Menschen, der du bist.  Sie kaufen niemals nur das rein faktische Angebot, das du unterbreitest. Sondern immer auch ein Stück weit etwas von dir als Person, zu der sie eine Beziehung aufbauen.

All deine Bilder sollten miteinander harmonieren und EINE Sprache sprechen.

 

Ich finde es unglaublich wichtig, das sowohl die Bilder, die ein professioneller Fotograf von dir macht, als auch die, du du selbst machst, eine Sprache sprechen und sich wunderbar ergänzen können. Wie schade wäre es, wenn hier ein großes Loch klafft und sie überhaupt nicht zusammen passen – es hier einen spürbaren Bruch gibt? 

Der erste Schritt, um zu einer klaren und authentischen Bildsprache zu kommen, sollte also sogar noch vor dem ersten professionellen Foto-Shooting stattfinden. Denn dieser Schritt ist ein Blick nach innen

Wer bist du, was macht dich aus, was sind deine Kernwerte, die du nach außen trägst? Was ist dein Business und was macht dich darin besonders? Was machst du anders als andere?

Wenn du dich mit diesen Fragen auseinander setzt, ist das eine wunderbare Grundlage, um visuell loszumarschieren. Dann werden sowohl die Bilder, die ein Fotograf von dir macht, dich optimal unterstreichen können – und genauso wirst du selbst auch ein besseres Gefühl dafür bekommen, was du in deinen Posts erzählen und zeigen kannst. Beides geht Hand in Hand. Und je besser es zusammen geht, umso harmonischer insgesamt wirkt dein gesamter Außenauftritt. Umso mehr habe ich als Betrachterin von außen das Gefühl, etwas über dich erfahren zu können. Und auf der Basis dann auch schon zu spüren, ob ich als Kundin zu dir passe. 

 

Je mehr du weißt, wofür du stehst, umso leichter wird es dir fallen, die passenden Bilder zu finden.

Die Bilder, die wirklich die Botschaft vermitteln, die du kommunizieren möchtest – und die Bilder, die zu dir passen, weil sie aus dir heraus entstehen. Und etwas über dich sagen.  Und weißt du was: Mit dem richtigen Mindset und den richtigen Handgriffen wirst du sie mit Leichtigkeit auch selbst fotografieren können.

Ich weiß – falls du zu den Menschen gehörst, die entweder keine so starke visuelle Vorstellungskraft haben oder einfach keine Lust oder Zeit hast, dich allzu viel mit Fotos zu beschäftigen, kannst du dir vielleicht schwer vorstellen, wie es möglich sein soll, selbst solche kraftvollen Bilder zu machen, die dich unterscheidbar machen.  

Aus Erfahrung kann ich dir aber sagen, dass es möglich ist. Das hat mir die Zusammenarbeit mit meinen Kundinnen in den letzten Monaten gezeigt. Anfangs war da oft erstmal Ungläubigkeit, ob sie selbst Bilder mit einfachen Mitteln – nur mit dem Handy und ohne dafür allzu viel Aufwand betreiben zu müssen –  so umsetzen können, dass sichtbar wird, wer sie sind und wofür sie stehen. Und sich das darüber hinaus auch einigermaßen gut in den normalen Alltag integrieren lässt. Aber jede einzelne meiner Kundin hat auf dem Weg zu einer authentischen, klaren Bildsprache irgendwann sogar Spaß daran gefunden und es wurde leicht. 

 

Ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch eine ganz einzigartige und authentische Bildsprache entwickeln kann, die ihn aus der Masse hervorhebt.

 

 Es braucht ein paar Grundlagen. Und etwas Theorie am Anfang. Auch etwas Zeit, um ein bisschen zu probieren und zu üben. Danach ist es aber einfach. Und ein so starkes Mittel im Rahmen der Sichtbarkeit.

Wenn ich dich jetzt ein bisschen neugierig gemacht habe, ob es wirklich so einfach ist, dann schau gerne mal in mein kostenloses Workbook mit „10 einfachen Wegen zu mehr Sichtbarkeit durch kraftvolle Bilder“. Das ist ein erster Schritt auf dem Weg zu kraftvollen Bildern für deine Posts. Und: Falls du ganz konkrete Fragen an mich hast, nimm gerne ganz direkt Kontakt zu mir auf und wir schauen gemeinsam, wie ich dich am besten unterstützen kann: https://www.kerstinsoennichsen.com/kontakt/  finde

PS: Alle Fotos, die du auf dieser Seite siehst, habe ich mit einem iPhone gemacht und auch direkt dort bearbeitet. Inklusive den Text-Bausteinen drauf. Du siehst – es braucht nicht einmal großes Equipment. Deine wichtigsten Werkzeuge hast du immer bei dir: Das Wissen darüber, wer du bist, dein Auge zum Sehen… und meistens ganz sicher auch dein Handy. 🙂 

2 Kommentare zu „Bildsprache – Was ist das eigentlich und wofür brauche ich die?“

    1. Liebe Christina, wie schön, dass du den Artikel magst. Du kannst Text sehr gut mit Canva, Crello oder Adobe Spark einfügen. Es gibt auch reine Handy-Apps, hier finde ich aber die 3 genannten einfacher, da du dort sowohl am Handy als auch am Rechner mit denselben Daten arbeiten kannst. Meine Posts mache ich mit Adobe Spark, da finde ich es am allereinfachsten. Das meistgenutzte Tool hier dürfte aber sicher Canva sein.

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