12 von 12 | Juni 2022

Okay, ich fange endlich damit an.

Womit? Das Format 12-von-12 tatsächlich auch mal zu befüllen.

Falls du (noch) nicht weißt, was es damit auf sich hat: In diesem Format geht es darum, 12 Bilder vom 12. Tag des Monats zu teilen und den Leserinnen des eigenen Blogs einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen. Bislang bin ich damit absolut nicht warmgeworden, habe es mir zwar fast jeden Monat vorgenommen …und bin von diversen Business-Kolleginnen immer wieder darauf angesprochen worden, ob ich denn diesmal endlich dabei bin… weil sie ja schon so gespannt sind, wie ich das Format umsetze… und am Abend eines jeden 12. hatte ich dann doch nicht genug Bilder gemacht. 

Ja, eigentlich sollte es mir liegen – ist doch genau das Erzählen von Geschichten mit Bildern meine absolute Leidenschaft und in beruflicher Hinsicht meine „Zone of Genius“. Aber genau deswegen ist es mir bislang schwer gefallen und am Ende eines jeden 12. des Monats habe ich jedesmal gedacht: „Nö. Einfach nur Bilder machen von dem, was ich so tue und dann dazu mehr oder weniger profane Bildbeschreibungen abliefern – das ist NICHT meins.“

Denn ich nutze Bilder meist so, dass die Geschichten, die ich mit ihnen erzähle, gar nicht unbedingt direkt etwas damit zu tun haben, was auf dem Bild zu sehen ist. Und damit setze ich sie anders ein, als der 12-von-12-Gedanke es vorsieht.

Aber hey – bevor ich noch einen weiteren Monat gefragt werde, wann es denn endlich auch mal eines von mir gibt: Hier ist es! Der 12. Juni hat es mir leicht gemacht, war es doch ein Sonntag und ich hatte mit meinem Sohn ganz wunderbare Mama-Sohn-Zeit. Nein, eigentlich war es Mama-Sohn-Hund-Zeit und wir haben sogar einen Geburtstag gefeiert: Lucky ist seit dem 12. Juni 2022 genau seit einem Jahr bei uns und macht damit eine kleine Familie zu dritt aus uns. Hurra!

Wer weiß… vielleicht freunde ich mich mit dem Format ja sogar an – lass dich überraschen! 😉

Los geht’s mit meinem ersten 12-von-12 im Juni 2022!

Sonntag. Ausschlafen. Uuuuunbedingt. Mein erster Blick nach dem Augenaufschlag ging zu meinem seelig und lächend schlummernden Sohn, der noch ein bisschen länger geschlafen hat als ich. Zum Glück ist er inzwischen ein Langschläfer und wirft mich nicht mehr zu utopischen Uhrzeiten aus dem Bett am Wochenende. Gerade aktuell merke ich nämlich, wie wichtig mir mein Schlaf ist und was für eine wirkliche Oase es ist, meine Akkus an den Wochenenden zumindest ansatzweise wieder etwas aufzuladen.

Innerhalb der Woche habe ich gerade nicht nur einen extrem vollen Schreibtisch, weil ich dabei bin, ein neues Freebie, einen Mini-Kurs UND meinen Beta-Kurs ABENTEUER SICHTBARKEIT final fertig zu machen… Das alles versuche ich irgendwie halbtags hinzubekommen, weil mein Sohn seit kurzem nicht mehr wirklich in den Hort geht … und während seit Wochen andauernder Bauarbeiten direkt vor meinem Fenster, die für meine Konzentration on top nicht wirklich förderlich sind. Ein Hoch also auf’s Wochenende. 

Wir fangen in der Regel sehr gemütlich an und gerade im Sommer gehört zu diesem Teil auch ein entspannter Spaziergang mit Lucky. Zum Glück erst nach einem leckeren Latte Macchiato auf dem Balkon, denn der kleine, schwarze Wuschelkopf hat es morgens ebensowenig eilig, vor die Tür zu gehen, wie wir.  

Diese Treppe mag ich total. Sie wirkt immer ein bisschen verwunschen auf mich und ich fühle mich ein paar Jahrhunderte zurückversetzt in der Zeit. Sie liegt rechter Hand vom Schloß SansSouci, läuft am Winzerberg entlang und wir haben sie auf der Hunderunde mitgenommen. 

Der Blick von unten sagt einem  deutlich, dass man oben außer Puste ankommen wird … der Blick von oben offenbart dann aber einen Wahnsinnsblick über die Stadt. Wobei: Ich muss gar nicht immer hochlaufen, denn ich wohne in der Straße, an der die Treppe oben rauskommt. Den Blick über ganz Potsdam kann ich also auch ohne Treppensteigen genießen. Glück gehabt!  

Momentan finde ich es absolut herrlich, in meiner Nachbarschaft durch die Straßen zu schlendern, denn aus unglaublich vielen Vorgärten ranken unterschiedlichste Blumen in den tollsten Farben durch die Zäune auf die Bürgersteige… schade, dass ich dir den Geruch über die geschriebenen Worte nicht mitgeben kann. Ich bleibe an vielen solcher Büsche nur zu gerne stehen, stecke meine Nase in die Blüten und höre den Bienen beim Summen zu. 

Und während ich das mache, kann ich es meist gar nicht mehr nachvollziehen, dass ich früher immer gesagt hab: „Ich bin ein Stadtkind, ich will nicht ins Grüne!“ Das hab ich als – Kind mitten im wilden West-Berlin großgeworden – tatsächlich lange Jahre voller Inbrunst behauptet. Heute könnte ich es mir nicht mehr vorstellen, wieder in Berlin zu leben. Im Gegenteil: Noch weiter auf’s Land würde mich viel eher reizen. So, wie es ist, ist es aber schon ziemlich toll, denn ich habe eine aktive und sehr charmante Stadt um mich herum – gleichzeitig Natur ganz nah mit viel Grün und Wasser.  

Und weil ganz vieles so nah ist, war für Bo und mich klar, dass wir an diesem Sonntag zur Brandenburger Landpartie fahren – jährlich an einem Wochenende Mitte Juni findet sie statt und viele Bauernhöfe, Hofläden, Regionalmärkte und vieles mehr haben geöffnet und präsentieren sich. 

Natur pur!

Unser Lieblingshof, der Havellandhof Ribbeck war dieses Jahr zwar nicht mit dabei, dort hatten wir in den letzten Jahren immer wieder tolle Erlebnisse und haben viel über moderne Landwirtschaft gelernt. Immerhin hat ein charmanter Hofladen direkt daneben uns den Tipp gegeben, uns die Oltimer-Flugshow auf dem Flugplatz Bienenfarm anzusehen. Nichts wie hin!

Vorher gab’s dort noch schnell eine Ananas-Minz-Limo und weil Bo und ich bei gemeinsamen Erlebnissen IMMER irgendetwas mitnehmen, das wir am Ende in unser Glücksmomente-Glas packen, haben wir den Kronkorken dieser tollen Bio-Limo natürlich aufgehoben!

Für einen Zwischenstopp ging’s kurz zum  Kinderbauernhof Marienhof, auf dem wir in den letzten Jahren mehrfach waren. Bo wollte dort unbedingt einen Maiskolben essen und ich hatte in Erinnerung, dass es dort leckere Sauerteigbrote gibt. 

In den letzten beiden Jahren waren wir Corona-bedingt nicht dort… und haben diesmal schnell festgestellt, dass Bo inzwischen deutlich rausgewachsen ist aus dieser Form von Kinderbauernhof. Ich fand es beim x-ten Mal auch eher langweilig… 

Es war mit 7 okay dort und mit 6 richtig super-duper-spannend – jetzt mit 10 war der Barfusspfad noch ganz lustig und wir haben geschaut, wie Lucky auf Hängebauchschweine und Ziegen reagiert… mehr war dann dort aber auch nicht, was uns länger gehalten hat. 

Das Glück im Gesicht!

Los ging’s also nur wenige Kilometer weiter zum Oldtimer Flugplatz Bienenfarm. Was für eine coole Sache! Irre viele wirklich alte Flugzeuge, die in einer Flugshow Loopings am Himmel drehten.

Ich habe Bo lange nicht mehr so sehr strahlen sehen wie dort. Und ich habe selbst lange nicht mehr so einen entspannten Tag gehabt und einfach genossen, zusammen unterwegs zu sein. Er und ich und Lucky natürlich, der sich trotz Hitze wacker geschlagen hat. 

Unsere kleine 3-er Familie. Ganz eng. Ohne Ablenkung. Das Handy nur zum Fotografieren und Filmen (Bo hat irre viel gefilmt und kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus…) – kein Social Media, keine E-Mails, nix! 

Und weil es so schön war, habe ich viele dieser kleinen Momente gar nicht fotografiert. Sondern sie einfach tief in mich aufgesogen und lächelnd genossen. Und für mich und meine Erinnerung abgespeichert.  

Ein Souvenir darf an so einem Tag nicht fehlen!

… zusätzlich zum Kronkorken für unser Glücksmomente-Glas. Einen Schlüsselanhänger für mich und einen kleinen, absolut grandiosen Styropor-Flieger für Bo. Er ist ewig damit über die Wiese geflitzt und hat ihn Loopings machen lassen. Toll! 

Diese Bilder zeige ich dir übrigens nicht, denn wir haben eine Vereinbarung: Bo zeige ich auf Bildern nur so, dass man ihn nicht erkennt. Und wenn ich mal eins habe, auf dem etwas mehr von ihm zu sehen ist, dann muss er es mir explizit erlauben. Ich poste nix, was nicht sein Einverständnis hat. Die Momentaufnahmen von Bo mit dem Flieger bleiben daher allein meine. 🥰

Den Flieger und meinen neuen Schlüsselanhänger „FOLLOW ME“ (passend, oder?) siehst du auf dem Titelbild für diesen Blog. Das zähle ich übrigens nicht mit zu den 12 Bildern… sonst komme ich nicht hin. 

Wie schade, dass so ein Tag irgendwann zu Ende geht… 

Weil er aber nicht ganz so schnell zu Ende gehen sollte, haben wir auf dem Heimweg noch einen Schlenker in die Stadt gemacht. Erst gab’s ein Eis in der Sonne von der großartigsten Eismanufaktur EVER (Eismanufaktur Potsdam) … und zum Mitnehmen dann ein Thai-Curry für mich und eine Döner-Box für Bo. Wir konnten uns nicht einigen, daher war der Deal: Das Abendessen für jeden so, wie er mag und daher nicht dort vor Ort, sondern auf dem Balkon bei uns. Und einfach den Nachtisch zuerst, weil wir ja noch in der Stadt bleiben wollten… an einem solchen Tag geht auch das.

Ich habe diesen Tag genossen wie schon lange keinen mehr!

Und obwohl sich bei mir auf dem Schreibtisch unfassbar viel türmt, habe ich mit wirklich gutem Gewissen am Abend beschlossen, meinen Rechner NICHT MEHR aufzuklappen. Nicht ein einziges Mal habe ich mein Macbook geöffnet an diesem wunderbaren Sonntag. Und es fühlt sich absolut richtig und gut an. Weil ich weiß, dass mir diese Pause genau die Erholung gibt, dies es braucht, um in der neuen Woche mit neuer Kraft wieder durchstarten zu können. 

Lieber habe ich noch genau 2 Bücher zur Hand genommen: Einen spannenden Kinder-Krimi, den Bo und ich gerade zum Einschlafen lesen und danach mein Journal, in dem die halbe Seite, die mir am Abend zur Verfügung steht, um die positiven Dinge des Tages festzuhalten, kaum ausgereicht hat. 

Ich habe es wirklich getan! 

Ich habe mich an einem 12-von-12 versucht. Und es war gar nicht so schlimm. Okay – der Tag als solches hat es mir leicht gemacht. Denn so habe ich nicht nur ein neues Format in meinem Blog ausprobiert, sondern auch – und das ist mir viel mehr wert! – einen ganz wundervollen Tag mit meinen beiden Lieblingswesen nicht nur in Bildern, sondern auch in Worten festgehalten. 

Was meinst du – soll ich dich auch in den kommenden Monaten mitnehmen in meinen Alltag, immer am 12. des Monats? Lass es mich doch im Kommentar mal wissen.   

Hi. Ich bin Kerstin.

Erfahrene Markenexpertin, leidenschaftliche Bilder-Geschichten-Erzählerin und absoluter Augenmensch.

Ich helfe dir dabei, die „richtigen“ Stories für deine Social Media Kanäle zu finden und die passenden Bilder dazu einzusetzen. Wenn du weißt, auf was du achten musst, ist es einfacher als du denkst, genau die Bilder selbst zu fotografieren, die deine Botschaften wirklich unterstreichen –  mit dem Smartphpone, „on-the-go“ – und dazu die Stories zu schreiben, die eine emotionale Verbindung zu deinem Gegenüber herstellen.

Im Rahmen deiner Online-Kommunikation stehe ich dir als Coach zur Verfügung und bringe sie mit dir auf Erfolgskurs. Als Fotografin bin ich für dich da, wenn du Bilder von dir brauchst.

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4 Kommentare zu „12 von 12 | Juni 2022“

  1. Oh wie schön, liebe Kerstin, ein interessanter 12 von 12-Artikel! Super Fotos natürlich und schöne Geschichten drumherum von Euch Dreien, ich liebe das 💖
    Bei mir war jetzt Sonntag, der 12. nicht geruhsam genug. Für Fotos hätte es gereicht, aber nicht für’s Schreiben. Ich habe im Mai erstmalig bei 12 von 12 mitgemacht und hatte meinen Spaß dabei. Wobei ich aber auch von anderen schon sehr schöne Beiträge gelesen habe. Mein Gefühl ist, dass 12 von 12 angenehme Verbindungen schafft. Also JA, sehr gern mehr davon, ich würde mich freuen 😍

  2. Liebe Kerstin, vielen Dank, dass du uns mit deinem ersten 12 von 12 Artikel mitgenommen hast auf deine Reise. Deine kraftvollen Bilder und deine besonnene und tiefgründige Art zu schreiben, haben mich sofort berührt. Ich liebe Bilder und Geschichten und kann deine anfänglichen Bedenken gut nachvollziehen. Bei mir hat es auch lange gedauert, bis ich verstanden habe, wie ich diese Aufgabe auf meine ganz individuelle Weise umsetzen kann. Im Co-Blogging gestern fiel der Ausdruck «Dein Blog, dein Castle». Ich finde, dass es gerade in dieser digitalen Zeit wichtig ist, nicht sofort auf jeden Zug aufzuspringen, sondern sich die Zeit zu nehmen, seinen ganz eigenen Weg zu finden. Denn ehrlich zu sein, sich selbst gegenüber und auch gegenüber den Menschen in unserem privaten und beruflichen Umfeld, ist in dieser Zeit besonders wichtig. Nur, wenn wir authentisch und aufrichtig bleiben, werden wir die Menschen in unser Leben ziehen, die wir brauchen, um uns gegenseitig zu inspirieren und miteinander zu wachsen. Lg Kathrin

    1. Danke dir, liebe Kathrin für dein Feedback! Es ist ja durchaus ein schönes Format und ich bleibe dran, mich damit weiterhin anzufreunden. Der nächste 12. ist ein ganz normaler Wochentag, für mich einer ohne Kind – mal schauen, was mir an diesem Tag so einfällt und vor die Linse kommt. 🙂

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